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Influencer Schrift: Monotype-Studie belegt positiven Einfluss auf die Wahrnehmung von Marken

Schrift beeinflusst die emotionale Wirkung und Wahrnehmung von Marken sowie das Vertrauen der Verbraucher:innen positiv. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Spezialisten für Schrift und -Technologie Monotype.

Gemeinsam mit Neurons, einer Forschungseinrichtung für angewandte Neurowissenschaften, hat Monotype die emotionale Wirkung von Schrift im Branding untersucht und legt damit die erste Studie vor, die den Einfluss von Schrift auf das Erlebnis, die Assoziationen und die emotionale Reaktion gegenüber Marken und deren Botschaften qualitativ und quantitativ belegt. Im Auftrag von Monotype hat Neurons dazu drei Schriften unterschiedlicher Genres genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass schon allein das Aussehen der Schrift einen starken Einfluss auf die Emotionen der Leser:innen hat: positive Reaktionen steigern sich um bis zu 13 Prozent; im Durchschnitt sind es etwa 5 Prozent.

Im Rahmen der Untersuchung haben insgesamt 400 Personen drei Arten typografischer Vorlagen erhalten: einzelne Wörter, einen Satz mit diesen Wörtern sowie einen Claim mit den Wörtern plus Markenname. Für die Texte wählte Monotype drei zeitgenössische Schriften aus: FS Jack, eine humanistische Sans, Gilroy, eine geometrische Sans, und Cotford, eine kontrastreiche Serif. Alle drei ähneln den Hausschriften bekannter Marken, wurden aber nicht mit ihnen in Verbindung gebracht, um spontane Assoziationen ungestützt einzufangen. Die Teilnehmer:innen bewerteten die Textkombinationen anhand einer Reihe emotionaler Kriterien, z.B. wie aufrichtig, einprägsam, vertrauenswürdig oder selbstbewusst sie wirken. Die wichtigsten Ergebnisse:

Schrift macht Markenbotschaften einprägsam
Das Wort „Qualität“, gesetzt in Cotford Display Regular, steigert die Beurteilung der Relevanz um 13 Prozent, den Erinnerungswert um 10- und die Vertrauenswürdigkeit um 9 Prozent.

Serifenschriften im Stil der Cotford kommen seit Langem in der Welt der Mode und des Luxus zum Einsatz, d.h. die unterbewusste Reaktion der Menschen ist durch jahrelange visuelle Prägung determiniert. Die Befragung ergab, dass Cotford Display Regular die positive Wahrnehmung des Wortes „Qualität“ bei den Probanden verstärkte.

FS Jack Regular führt bei der Bewertung eines einzelnen Wortes zu einem Anstieg von 9 Prozent bei der Wahrnehmung in puncto Innovation, 7 Prozent in Bezug auf die Bekanntheit und 3 Prozent bei der Wahrnehmung als einzigartiges Wort.

FS Jack Regular ist zwar eine nüchterne Sans, aber die doppelstöckigen Formen der Kleinbuchstaben a und g, typisch für ein humanistisches Schriftdesign, wirken sich deutlich auf die positive Reaktion der Verbraucher aus. Die Ergebnisse bestätigen damit die Annahme, dass Buchstaben, die kalligrafisch statt geometrisch entworfen sind, eine tiefere, instinktiv emotionale Reaktion auslösen.

Schrift gibt Verbraucher:innen ein Gefühl der Sicherheit
FS Jack Regular steigerte das Vertrauen der Leser:innen um bis zu 12 Prozent. Das Wort „Vertrauen“, gesetzt in FS Jack Regular, hat zur Folge, dass die Befragten dem Wort ein signifikantes Maß an Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit zuschreiben.

Dies zeigt erneut, wie eine Schrift, deren Design vom Schreiben hergeleitet ist, bei Leserinnen und Lesern ein unmittelbares Gefühl des Vertrauens hervorruft.

Die geometrische Gilroy Bold, ein Schriftstil, auf den viele bekannte Marken setzen, steigert die Wahrnehmung von Ehrlichkeit eines Slogans laut Befragung um 5 Prozent. Kein Wunder also, dass die geometrische Sans zum visuellen Inbegriff für Zuverlässigkeit und Erfolg geworden ist.

Schrift verleiht Marken einen Wettbewerbsvorteil
Ein Claim, gesetzt in Gilroy Bold, steigert die Wahrnehmung von Bekanntheit um 12 Prozent und die von Wettbewerbsvorteil um 5 Prozent.

Trotz der Allgegenwart geometrischer Sans im Branding sind die Befragten der Meinung, dass Gilroy Bold einem Slogan mehr visuelle Durchschlagskraft verleiht.

In dieser Schrift gesetzte Botschaften behaupten sich besser im Wettbewerb und werden als einzigartiger und innovativer bewertet. Die fette Strichstärke ist dabei sicherlich ein entscheidender Faktor, ebenso die weite Verbreitung dieses Schriftstils in der Tech- und Startup-Welt.

„Die Design-Community vermutet schon seit Jahrzehnten, dass Schrift die Reaktion der Menschen auf Marken positiv beeinflusst. Die Studie bestätigt nun: Schrift steuert nachweislich die Wiedererkennung, das Vertrauen und die Erinnerung der Verbraucher an eine Marke“, sagt James Fooks-Bale, Senior Brand Director bei Monotype. „Entfernt man Farbe, Form, Logo und andere Bausteine einer visuellen Identität, bleibt nur noch die Schrift, um Vertrauen, Seriosität und Verlässlichkeit aufzubauen. Markenexperten, Agenturen und Kreative sollten das unbedingt bedenken.“

„Die Studie belegt, dass wir eine emotionale Beziehung zur Schrift haben und unser Gehirn eine signifikante Reaktion auf die Form der Buchstaben zeigt; und das mit Ergebnissen, die weit über die typischen 0 bis 5 Prozent des positiven Einflusses eines Schriftbilds hinausgehen“, sagt Thomas Zoëga Ramsøy, Gründer und CEO von Neuron. „Die Bedeutung von Branding war noch nie so offensichtlich wie heute, aber die Reaktionen sind in der Regel unbewusst und daher mit herkömmlichen Methoden schwer zu messen. Hier zeigt sich die Fähigkeit angewandter Neurowissenschaften, kognitive Effekte aufzudecken, die Marken und Kreativen dabei helfen, wirkungsvolle Botschaften und Erlebnisse zu schaffen.“

„Die Bedeutung von Branding war noch nie so offensichtlich wie heute, aber diese Reaktionen sind in der Regel unbewusst und daher mit herkömmlichen Mitteln schwer zu messen. Hier zeigt sich die Fähigkeit der angewandten Neurowissenschaft, kognitive Reaktionen aufzudecken, die Marken und Kreativen helfen, wirkungsvolle Botschaften und Erlebnisse zu schaffen.“

Und Phil Garnham, Senior Creative Type Director bei Monotype, ergänzt: „Unsere Arbeit mit Neurons unterstreicht die starke Wirkung von Schrift auf den Menschen. Einfache, klare Buchstabenformen, die viele als selbstverständlich erachten, können kognitive und emotionale Reaktionen auslösen, die das Urteil über die Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit oder Innovation einer Marke unterbewusst steuern. Marken, denen Schrift egal ist und die zum nächstbesten Font greifen riskieren, ihre Kunden zu verprellen und Umsatzpotentiale zu verschenken.“

Am 25. Mai um 13:00 Uhr EST veranstaltet Monotype ein Webinar und stellt in diesem Rahmen die Daten und Analysen im Detail vor. Die teilnehmenden Experten sind Mike Storm (Chief Operating Officer, Neurons), James Fooks-Bale (Senior Brand Director, Monotype) und Phil Garnham (Senior Creative Type Director, Monotype).

Zum Webinar geht es  über diesen Link.

Weiter Informationen und das E-Book zur Studie finden Sie auf unserer Landingpage.

Bildmaterial steht hier zum Download bereit. Credits Monotype.

 

Über Monotype:

Monotype bietet Design, Technologien und Fachkenntnisse, um authentische und eindrucksvolle Markenauftritte zu entwickeln, mit denen Kunden gerne interagieren, egal wann und wo sie der Marke begegnen.

Monotype ist eine beim U.S. Patent and Trademark Office eingetragene Marke von Monotype Imaging Inc. und kann in bestimmten anderen Ländern eingetragen sein. Alle anderen Marken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.

Weitere Informationen unter https://www.monotype.com/de/.
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Weltweite Umfrage: Verbraucher:innen werden immer wählerischer, wo, wann und wie sie Informationen mit Marken teilen

Eine aktuelle Studie von Airship mit mehr als 9.000 teilnehmenden Konsument:innen zeigt, wie sich das Verbraucherverhalten ändert und damit die Zukunft der digitalen Kommunikation bestimmt.

Strengere Datenschutzbestimmungen sowie neue Voreinstellungen unter iOS und Android geben den Verbraucher:innen mehr Transparenz und Kontrolle über ihre persönlichen Daten sowie deren Weitergabe. Der Schwund von Third Party-Daten bringt die Geschäftsmodelle von Mobile-Marketing-Unternehmen, von App-Entwicklern sowie die Werbe- und Medienbranche in Gefahr. Um Unternehmen bei diesem Wandel zu unterstützen, hat das Mobile-App-Experience-Unternehmen Airship mehr als 9.000 Verbraucherinnen und Verbraucher in den Ländern USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Australien, Singapur und Indien nach ihrem Verbraucherverhalten befragt. Der Report „The New Customer Imperative“ beleuchtet neue Verhaltensweisen und Erwartungen der Konsument:innen an die digitale Kommunikation und gibt wertvolle Empfehlungen, wie Unternehmen das Kundenerlebnis deutlich verbessern können. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Mehr als drei Viertel der Verbraucher:innen (78 Prozent) ignorieren oder löschen jeden zweiten Marketing-Newsletter (oder mehr), den sie abonniert haben. Jüngere Personen checken ihre E-Mails eher unregelmäßig; manche geben Fantasieadressen an und sind als Empfänger verloren.
  • Die Käuferschaft hat eine große Abneigung gegenüber Social Profiling (von 15 möglichen Datenarten), teilt aber gerne ihre Meinung bezüglich ökologischer, moralischer, politischer oder religiöser Themen.
  • „Personalisierte Angebote, die auf dem eigenen Verhalten basieren“ scheinen kein starker Anreiz für Verbraucherinnen und Verbraucher zu sein, sich für eine Smartphone-Kommunikation zu entscheiden, obwohl „Informationen, die nicht relevant oder auf mich zugeschnitten sind“ der zweithäufigste Grund für Abmeldungen sind.
  • Mehr als die Hälfte der US-Verbraucher:innen (52 Prozent) gibt ihre Handynummer für Textnachrichten weiter, aber nur 37 Prozent für Anrufe.
  • Im Vergleich zu anderen Ländern geben die Deutschen weniger persönliche Informationen (von 15 möglichen Datenarten) weiter, wobei sie am wenigsten bereit sind, ihre Browsing-Aktivitäten über Apps und Websites sowie ihre Handynummer für Anrufe weiterzugeben.

Mobile Apps werden immer beliebter
Die Umfrageergebnisse zeigen eine starke und wachsende Vorliebe der Konsument:innen für mobile Apps. In den meisten App-Kategorien tendieren 75 Prozent der Befragten dazu, ihre Apps seit Beginn der Pandemie mehr oder etwa gleich häufig anzuwenden. Unternehmen sollten also die Möglichkeit nutzen, in einen themenbezogenen mobilen Dialog zu treten. Denn Marken sind heute besser als je zuvor in der Lage, ihre Gefolgschaft anzusprechen, wo immer sie sich befindet. App-Nutzer:innen profitieren davon, ihren Vorlieben und Neigungen entsprechend angesprochen zu werden. Sie haben eine bessere Kontrolle über ihre privaten Daten und können Marken, die ihren Bedürfnissen nicht entsprechen, leicht ausblenden.

Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden. Er enthält aufschlussreiche Details zu den regionalen und altersbedingten Unterschieden folgender Themen:

  • Die Gründe, warum Privatpersonen sich für oder gegen die Mails oder Push-Benachrichtigungen einer Marke entscheiden
  • Präferenzen der Verbraucherinnen und Verbraucher hinsichtlich des Zeitpunkts und der Häufigkeit des Empfangs von Markenbotschaften
  • Welche persönlichen Informationen die Kundschaft bereit ist, mit Marken zu teilen, und aus welchen Gründen
  • Warum und wie Verbraucher:innen E-Mails von Marken zunehmend ausblenden
  • Das Interesse an der Verschmelzung von digitalen und physischen

Verbraucher:innen wollen mehr Mitsprache
In ihrer Gesamtheit liefern die Umfrageergebnisse ein nuanciertes Verständnis der Verhaltensweisen und Erwartungen der Kundschaft von heute. Während zum Beispiel „personalisierte Angebote auf der Grundlage von Verhalten/früheren Käufen“ nicht das bevorzugte Argument für ein Opt-in ist, gehören sowohl „Themen, die für meine Marke relevant sind“ als auch „was ich mir in der App oder auf der Website meiner Marke angeschaut habe“ zu den fünf wichtigsten Informationen, die Verbraucher:innen bereit sind, mit Marken zu teilen, um maßgeschneiderte Angebote zu erhalten und an personalisierten Interaktionen teilzunehmen. Mehr als 40 Prozent der Befragten sind gerne bereit, weiterhin Mitteilungen von Marken zu erhalten, wenn sie den Zweck, die Häufigkeit und den Kanal der Kommunikation selbst bestimmen können. Diese Art von Voreinstellungen rangiert auf Platz 4 der Informationen, die Verbraucher:innen bereit sind, mit Marken zu teilen, noch vor geläufigen Angaben wie Adresse, Geschlecht oder Alter.

„Der Datenschutz bleibt ein zentrales Thema für die Klientel von Marken. Unternehmen müssen über Kriterien wie Reichweite die Kommunikation in eine Richtung oder markenzentrierte Kampagnen hinausgehen, um in einer kundenorientierten Zukunft erfolgreich zu sein“, sagt Brett Caine, CEO und Präsident von Airship. „Zur Gewinnung der notwendigen Einblicke und um die sich wandelnden Erwartungen zu erfüllen, müssen Marken ein robustes mobiles App-Erlebnis mit individueller Kontrolle anbieten, um ihre Kund:innen zu erreichen.“

Methodik
Die Umfrage wurde von Sapio Research im Auftrag von Airship im September 2021 durchgeführt. Zu den Befragten gehörten 9.143 Verbraucher:innen in sieben Ländern, denen eine Reihe von Fragen zu ihren Erfahrungen, Erwartungen und Wünschen bei der digitalen Interaktion mit Marken gestellt wurden.

 

Über Airship
Niemand weiß mehr, tut mehr und entwickelt mehr als Airship, wenn es um die Steuerung mobiler App-Erlebnisse für Unternehmen geht. Seit den Anfängen der Apps haben wir die ersten kommerziellen Benachrichtigungen auf den Weg gebracht und danach unseren datengestützten Ansatz auf alle Re-Engagement-Kanäle (Mobile Wallet, SMS, E-Mail), App-UX-Experimente, proaktive In-App-Konversationen und jetzt auf reichhaltige In-App-Erlebnisse ausgeweitet. Dies alles können Business-User selbst steuern und anpassen, ohne laufenden Entwickler-Support oder App-Updates.

Aus Billionen mobiler App-Interaktionen, die wir für Tausende von globalen Marken durchgeführt haben, wissen wir, welchen Beitrag Apps zur Optimierung außergewöhnlicher Kundenerlebnisse und zur Markentreue leisten, und wie wertvoll unsere Lösungen und unser Fachwissen dabei sind. Unsere Mission: dort zu sein, wohin die Mobilität Ihr Unternehmen führen wird.