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Monotype Type Trends Report 2022: Das sind die aktuellen Trends im Schriftdesign

In seinem Type Trends Report fasst der Anbieter von Schrift und -Technologie die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Design und Gestaltung zusammen. Dutzende Arbeiten internationaler Marken und Agenturen spiegeln eine veränderte Haltung in Design und Kommunikation wider.

Berlin, 01. März 2022. Das Monotype Studio legt heute seinen jährlichen Type Trends Report vor, ein umfassender Leitfaden, der die typografische Gestaltung von Kultur und Wirtschaft beleuchtet. Mit 10 Trends untermauern die Herausgeber, wie die Digitalisierung in einer „schwierigen, stressigen“ Zeit die typografischen Methoden verändert hat, um einengende Markenerlebnisse zu schaffen. Dabei haben Designerinnen und Designer in kurzer Zeit neue Font-Technologien für sich entdeckt, mit denen sie eine fesselnde Typografie in neuen, virtuellen Umgebungen entwickeln.

„In diesem Jahr haben wir erstmals versucht, die Trends mit den Entwicklungen zu synchronisieren, die uns bewegen, also: Umwelt, Pandemie, die Verlangsamung der Zeit, die rapide Akzeptanz alles Digitalen, die sozialen Medien als Treiber des sozialen Wandels, Nostalgie, das Hinterfragen von Fakten, Diversität versus Zusammenhalt und natürlich die Sorge um das eigene Ich“, sagt Charles Nix, Creative Type Director bei Monotype. „Das Ergebnis ist eine Hommage an die gesamte Schriftbranche, ein Wirtschaftszweig, der unsere Kultur widerspiegelt und vorantreibt.“

Die Schrifttrends von Monotype stehen im Einklang mit einem Paradigmenwechsel, der sich in den letzten 12 Monaten abzeichnete, ausgelöst durch eine sich verändernde Beziehung zwischen Marken und Verbrauchern. Die wichtigsten Trends sind:

  • NF-Type – das nächste große Ding
    Der Trend korrespondiert mit dem Thema „Design für Metaverse“. NFTs und jetzt NF-Type sorgen gerade für viel Gesprächsstoff und es wird darüber diskutiert, wie wir das Lizenzieren von Schriften und deren Vertrieb auf einem dezentralen Markt erneuern können. Die Animation Weird Whales des 12-Jährigen @ObiWanBenoni, Brikfont von Craig Ward und die Font DOT Community zeigen, wie stark diese Kategorie im Kommen ist.
  • Grazile Serifen sind wieder da
    Feine, schlanke Serifen sind wieder in. Der Trend „Schlanker Fuß“ ist ein raffiniertes Update des Weichzeichner-Trends aus dem letzten Jahr, als fette, kurvige Serifen groß in Mode waren. Die Kooperation der US-Agentur Collins mit dem Schweizer Schriftenhaus Dinamo für das Branding der San Francisco Symphony ist ein schönes Beispiel für die Umsetzung dieses Trends.
  • Stilmix- die neue typografische Vielfalt
    Influencer, Communities und die Kultur insgesamt haben sich Vielfalt, Fluidität, Mehrdeutigkeit und Integration auf die Fahnen geschrieben. Stilmix ist typografische Vielfalt, die mehrere Schriftstile zu einer Identität vereint, um Diversität in Gemeinsamkeit zu überführen. Die Gestaltung des Buchs „Innovation by Design“ (Herausgeber: Fast Company; Agentur: Triboro) und die neue Markenidentität von Henkel (Agentur: Interbrand, DE) sind nur zwei Beispiele dafür, dass es unsere Unterschiede sind, die uns ausmachen.
  • Flux – alles im Fluss
    Während du schliefst, wurde alles lebendig. Bücher begannen zu sprechen. Gerahmte Bilder begannen, sich zu bewegen und zu verändern. Plakate wurden zu animierten 2-D-Flächen. Bei Im Fluss ist die Schrift hyperkinetisch, manchmal animiert, manchmal variabel, immer in Bewegung. Die Agenturen Studio Dumbar und Robu, sowie das Branding für MIDI von Pentagram tragen zu diesem siebenteiligen Trend bei.
  • Der neue Jugendstil
    Dieser Trend weist einen ausgedehnten Grad an Zügellosigkeit auf: Auf der einen Seite gibt es Schriften mit organischen Linien und ausladenden Kurven, inspiriert von Natur und Biodiversität. Andererseits sind psychedelische, fließende Formen angesagt. Diese sind oft schwer zu lesen und eine Anspielung auf das Hin und Her in pandemischen Zeiten. Das Branding der australischen Wellness-Marke LBDO (Agentur: Universal Favourite, AU) und das Cover für das Album „Visionair“ des holländischen Duos Ingi Visions (Design: Studio Airport, NL) erzeugen durch Schrift eine formbare Sprache.

„Der Type Trends Report 2022 zeigt unsere Lieblingsarbeiten aus den letzten 12 Monaten“, erklärt Phil Garnham, Creative Type Director bei Monotype. „Wir sind stolz auf diesen Bericht, nicht weil es um Monotype geht, sondern um die gesamte Schriftbranche. Sie ist geprägt von Hunderten Talenten aus allen Bereichen der globalen Wirtschaft, entwickelt sich mit einem Tempo weiter, das unserer Zeit angemessen ist, und rückt das visuelle Branding im Jahr 2022 und danach auf eine große zentrale Bühne.“

Weitere Informationen und den vollständigen Report „Type Trends 2022“ finden Sie unter: https://www.monotype.com/type-trends.

Einen persönlichen Einblick in die Trends 2022 erhalten Sie in unserem On-Demand-Webinar mit Charles Nix und Phil Garnham „Type Trends 2022 und darüber hinaus“. Registrieren kann man sich hier.

Bildmaterial steht hier zum Download bereit. Zum Video geht es hier.
Credits: Monotype.

 

Über Monotype:
Monotype bietet Design, Technologien und Fachkenntnisse, um authentische und eindrucksvolle Markenauftritte zu entwickeln, mit denen Kunden gerne interagieren, egal wann und wo sie der Marke begegnen.

Monotype ist eine beim U.S. Patent and Trademark Office eingetragene Marke von Monotype Imaging Inc. und kann in bestimmten anderen Ländern eingetragen sein. Alle anderen Marken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber.

Weitere Informationen unter https://www.monotype.com/de/.
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Monotype legt Report zu Trends im Schriftdesign vor

Im brandaktuellen Type Trends Report trägt das Unternehmen für Schrift und -Technologie Trends aus der gesamten Welt zusammen und beleuchtet deren Rolle im Design. Das Team des Monotype Studios zeigt anschaulich, wie sich die Gestaltung einer globalen Markenidentität in einer zunehmend digitalen Welt auf Schriftdesign und Font-Technologie stützt.

Mit dem Type Trends Report präsentieren die Designer des Monotype Studios die Strömungen, die die aktuelle Gestaltung vorantreiben, das Branding prägen und die kreative Gemeinschaft beschäftigen. Im Kern hat das Team 11 Trends identifiziert, die belegen, wie eine gnadenlos digitalisierte Kommunikation die Sehnsucht nach etwas Greifbarem weckt. Der Report stellt dazu wegweisende Projekte vor, die Typografie und Technologie einsetzen und dabei das Potenzial der aktuellen Bildschirmgeräte nutzen sowie gleichzeitig die vertraute Designsprache vergangener Jahre neu zur Anwendung bringen.

Dazu nimmt der Report verschiedene Bewegungen unter die Lupe, die aktuell eine Renaissance in der typografischen Kommunikation belegen. Angetrieben ist dieses Thema vor allem von Marken, die auf der Suche nach einer authentischen visuellen Stimme sind, um den neuen Ansprüchen der Konsumenten zu begegnen.

Variable Geschwindigkeit
So zeigen Beispiele wie das Design in Motion-Festival (Agentur: Studio Dumbar) sowie das Barcelona Jazz Festival (Agentur: Summa) etwa, wie mit einem typografischen Brand Design Grenzen durchbrochen, Unerwartetes inszeniert und Marken durch mobile Typografie eine neue Dimension gegeben werden kann. Beide Designs sind passend für eine Welt in ständiger Bewegung und verknüpfen mit Hilfe der Variable-Font-Technologie Bewegung mit Schriftdesign, ein klarer Trend, um bislang unentdeckte Ebenen von Lettering und Dynamik freizulegen.

Virtuell wird Realität
Ein weiterer Trend: Virtuell wird zur Realität. Denn die digitale und die reale Kommunikation fließen zusammen. Weil sich Schrift dabei immer dynamischer und interaktiver zeigt, beschleunigt sich das Zusammenspiel von Buchstabenformen und virtuellen Räumen. WPP Amsteldok, Pokémon Go, Type in Space und das Design in Motion-Festival sind nur einige Beispiele für eine neue Präsenz der Schrift in virtuellen Räumen, mit zunehmender Immersion. Neuartigen Schriftbegegnungen in VR, AR und in realen Räumen gehört die Zukunft.

Nahbare Schrift
Dass Typografie wieder menschlicher, wärmer und anfassbarer wird, beweisen die Logotypen von Wilder Fields, Ochre und Hanayu im Type Trend Report. Marken aller Größen und Couleur verlassen gerade die aufgeräumten Pfade, die sie einst mit geometrischen Sans-Serifs eingeschlagen haben, und verleihen ihrer visuellen Markenstimme mit kalligrafischen Momenten und organischen Formen mehr Charakter. Weitere Beispiele von Burger King, Gucci und Hello Fresh zeigen, dass Vergangenheit die Zukunft ist. Von der Rückkehr des ikonischen R aus Star Wars bis hin zur Anziehungskraft von Handmade und handgemalt: eine nostalgische Schriftästhetik ist hier auf der Suche nach ihrer Zukunft. Der Schritt zum Vintage-Stil beim eigenen Logo, eine gewisse Zwanglosigkeit, gewollte Imperfektion und lebendige Farbklimata belegen, dass Marken eine natürlichere und tiefere Verbindung zu den Verbrauchern suchen.

Blockbuchstaben, ganz groß
Das Revival dreidimensional konstruierter Blockbuchstaben beweist einen weiteren Trend: die Schrift will wieder im Zentrum stehen. Kühne und freche Buchstaben maximieren die Präsenz einer Marke auf spielerische Weise – ein bisschen retro, aber nicht sentimental. Von Twitch über ACMI, Nike + HORT bis hin zu The Dieline: große Buchstaben stehen für Markenbewusstsein.

Type goes punk!
Mit gemäßigter Strenge aber dem trotzigen Bekenntnis zum Nicht-Design. Schriften dieses Genres lehnen sich gerne an die DNA von Helvetica an, wobei sie mit Ecken und Kanten selbstbewusst auftreten. Die Branchen, die sich diesen Trend zunutze machen, reichen von der Pizzamarke über Verlagsprodukte und Spitzenköche bis hin zu High-End-Modelogos.

Charles Nix, Creative Type Director bei Monotype: „Wir leben in einer aufregenden und wirkungsreichen Epoche der Schrift, die für die kreative Community sowohl eine Herausforderung als auch eine Riesenchance ist. Sie muss in einer zersplitterten Welt Verbindungen herstellen, den Weg in eine technologische Zukunft ebnen und sich gleichzeitig an unserer Menschlichkeit orientieren. Unser Report zeigt aber klar: Wir sind für diese Aufgabe sehr gut gerüstet.“

Phil Garnham, ebenfalls Creative Type Director bei Monotype: „Der Type Trends Report 2021 würdigt bemerkenswerte Typografie aus dem vergangenen Jahr und ist gleichzeitig eine Vorausschau, was kommt. Über alle Branchen und Regionen hinweg haben wir festgestellt, dass Schrift ein allgegenwärtiger Anstoß für Experimente und Innovationen ist. Marken und Agenturen nutzen Schrift mit neuem Selbstvertrauen und Neugier, während die kreativen Köpfe hinter den Schriften nach originellen Wegen suchen, etwas Altes neu zu erfinden und es zu etwas Neuem umzuformen.“

David Sieren, Director of Design and Strategy bei One Design Company: „Heute, wo wir unseren Platz in einer globalen, digitalen Gesellschaft suchen – leicht verzweifelt, nach einem Jahr der Isolation in Zoom-Calls – sehnen wir uns nach mehr Persönlichkeit, Charakter und Wärme, nach menschlicher Verbindung. Dieser Report veranschaulicht die neue Rolle, die Agenturen, Designer und Marken der Schrift zuweisen, um Wirtschaft, Erfahrungen und uns selbst zu verbinden.“

Weitere Informationen und den vollständigen Bericht zu den Type Trends 2021 finden Sie unter diesem Link. Einen detaillierten Einblick in die typografischen Trends können Sie in einem Webinar von Monotype gewinnen, Type Trends: 2021 and Beyond.

 

Über Monotype:
Monotype bietet Design, Technologien und Fachkenntnisse, um authentische und eindrucksvolle Markenauftritte zu entwickeln, mit denen Kunden gerne interagieren, egal wann und wo sie der Marke begegnen. Weitere Informationen dazu auf https://www.monotype.com/de/.